Spielregeln von LOTTO 6aus49
Datenstand des Archivs:
Wie LOTTO 6aus49 aufgebaut ist, wann gezogen wird, welche Gewinnklassen es gibt und wie wahrscheinlich jede einzelne von ihnen ist — mit dem Rechenweg, damit jede Zahl auf dieser Seite nachprüfbar bleibt.
Wie funktioniert LOTTO 6aus49?
Aus 49 Zahlen werden sechs Gewinnzahlen gezogen, dazu die Superzahl von 0 bis 9. Die Reihenfolge der gezogenen Zahlen spielt für die Gewinnklasse keine Rolle; sie werden aufsteigend sortiert bekanntgegeben. Gezogen wird mittwochs und samstags in Saarbrücken. Es gibt neun Gewinnklassen: Die höchste verlangt sechs Richtige und die passende Superzahl, die niedrigste zwei Richtige und die passende Superzahl.
Der Spielauftrag entscheidet nur über die angekreuzten Zahlen. Welche Gewinnklasse erreicht ist, steht unmittelbar mit der Ziehung fest; was sie wert ist, erst mit den Gewinnquoten. Jede Ziehung ist von allen vorherigen unabhängig — dass eine Zahl lange nicht gezogen wurde, verändert ihre Wahrscheinlichkeit in der nächsten Ziehung nicht.
An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit wird gezogen?
LOTTO 6aus49 wird mittwochs und samstags gezogen, zu Zeiten, die sich nach dem Wochentag unterscheiden. Ziehungszeit und Annahmeschluss je Tag stehen in der Tabelle unter dieser Antwort. Verschiebt eine Programmänderung die Ziehungszeit, gilt die Angabe des Veranstalters.
| Ziehungstag | Ziehung | Annahmeschluss | Ziehungsort |
|---|---|---|---|
| Mittwoch | 18:25 Uhr | 18:00 Uhr | Saarbrücken |
| Samstag | 19:25 Uhr | 19:00 Uhr | Saarbrücken |
Uhrzeiten und Annahmeschluss sind Regelwerte und stammen nicht aus dem Ziehungsarchiv. Der Annahmeschluss weicht je nach Landeslotteriegesellschaft und Annahmestelle ab; die Ziehungszeit kann sich bei Programmänderungen verschieben.
Wann ist Annahmeschluss?
Vor der Ziehung, in der Regel mittwochs um 18:00 Uhr und samstags um 19:00 Uhr. Eine bundesweit einheitliche Minute gibt es nicht: Die sechzehn Landeslotteriegesellschaften und die einzelnen Annahmestellen können früher schließen, im Laden und online auch unterschiedlich. Maßgeblich ist immer die Angabe der Stelle, bei der ein Spielauftrag abgegeben wird.
Was ist die Superzahl und woher kommt sie?
Die Superzahl ist eine Ziffer von 0 bis 9 und wird nicht angekreuzt: Sie ergibt sich aus der Losnummer des Spielscheins. Sie entscheidet über die Gewinnklasse mit — bei sechs Richtigen trennt sie Gewinnklasse 1 von Gewinnklasse 2. Weil sie unabhängig von den Gewinnzahlen ermittelt wird, vervielfacht sie die Zahl der möglichen Ergebnisse einer Ziehung um den Faktor zehn.
Wie wahrscheinlich ist ein Gewinn in den einzelnen Gewinnklassen?
Die Wahrscheinlichkeit jeder Gewinnklasse ergibt sich aus reiner Kombinatorik und steht in der Tabelle unter dieser Antwort. Bei LOTTO 6aus49 gibt es 139.838.160 gleichwahrscheinliche Ergebnisse einer Ziehung. Die höchste Gewinnklasse trifft genau eines davon; für jede weitere Klasse wird gezählt, wie viele der 139.838.160 Ergebnisse ihre Bedingung erfüllen. Ein Gewinn in irgendeiner Gewinnklasse hat die Wahrscheinlichkeit 1 zu 31,37.
| Gewinnklasse | Bedingung | günstige Fälle | Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|---|
| Klasse 1 | 6 + Superzahl | 1 | 1 zu 139.838.160 |
| Klasse 2 | 6 Richtige | 9 | 1 zu 15.537.573 |
| Klasse 3 | 5 + Superzahl | 258 | 1 zu 542.008 |
| Klasse 4 | 5 Richtige | 2.322 | 1 zu 60.223 |
| Klasse 5 | 4 + Superzahl | 13.545 | 1 zu 10.324 |
| Klasse 6 | 4 Richtige | 121.905 | 1 zu 1.147 |
| Klasse 7 | 3 + Superzahl | 246.820 | 1 zu 566,56 |
| Klasse 8 | 3 Richtige | 2.221.380 | 1 zu 62,95 |
| Klasse 9 | 2 + Superzahl | 1.851.150 | 1 zu 75,54 |
| alle Klassen | mindestens die niedrigste Gewinnklasse | 4.457.390 | 1 zu 31,37 |
Rechenweg: C(49,6) × 10 = 139.838.160 gleichwahrscheinliche Ergebnisse (13.983.816 Sechserkombinationen mal 10 Superzahlen). Günstige Fälle je Gewinnklasse: C(6, r) × C(43, 6 − r), mal 1 bei passender Superzahl, mal 9 bei unpassender. Die Bedingungen stammen aus dem Ziehungsarchiv, die Werte werden bei jedem Bau exakt neu berechnet. Der Quotient ist unter eintausend auf zwei Stellen, darüber auf ganze Zahlen gerundet; die Zahl der günstigen Fälle daneben ist exakt.
Die Verteilung ist stark einseitig: Bei LOTTO 6aus49 entfallen 91,4 % aller Gewinnfälle auf Gewinnklasse 8 und Gewinnklasse 9. Das sind zugleich die Gewinnklassen mit den kleinsten Quoten — je mehr Gewinner eine Klasse hat, desto kleiner ist der Betrag, der auf jeden einzelnen entfällt.
Warum ist eine hohe Gewinnklasse nicht immer die unwahrscheinlichere?
Weil die Gewinnklassen nach der Höhe der Quote geordnet sind und nicht nach der Wahrscheinlichkeit. Bei LOTTO 6aus49 ist Gewinnklasse 9 mit 1 zu 75,54 seltener als Gewinnklasse 8 mit 1 zu 62,95, zahlt aber weniger. Die Ordnung nach der Quote lässt sich am Archiv nachzählen: Bei 4.796 geprüften Klassenübergängen aus 693 Ziehungen hat keine Gewinnklasse mehr ausgezahlt als eine Klasse mit kleinerer Nummer.
Für die Praxis heißt das: Zwei Gewinnklassen lassen sich nicht an ihrer Nummer vergleichen, sondern nur an ihrer Bedingung. Wer wissen will, wie eine einzelne Quote im Verhältnis zu ihrer eigenen Gewinnklasse steht, findet die Einordnung auf der jeweiligen Ziehungsseite, etwa bei der Ziehung vom 19.08.2026 .
Wie entsteht eine Gewinnquote?
Erst nach der Auswertung aller Spielaufträge. Für jede Gewinnklasse ist ein Anteil an der Ausschüttung vorgesehen; dieser Anteil wird durch die Zahl der Gewinner in dieser Klasse geteilt. Deshalb steht keine Quote vorher fest, und dieselbe Trefferzahl ist von Ziehung zu Ziehung unterschiedlich viel wert. Bleibt eine Gewinnklasse unbesetzt, wird ihr Anteil in der folgenden Ziehung erneut ausgespielt. Veröffentlicht werden die Quoten in der Regel am ersten Werktag nach der Ziehung.
Ein unbesetzter Anteil verschwindet also nicht, er wandert. Wie oft eine Gewinnklasse in Folge unbesetzt blieb und wie hoch eine Quote im Vergleich zu allen anderen Ziehungen ihrer Klasse lag, steht auf jeder Ziehungsseite.
Wie funktionieren Spiel 77 und SUPER 6?
Beide werden nur zusammen mit einem Spielauftrag geführt und getrennt von den Gewinnzahlen ausgewertet. Verglichen wird nicht mit den gezogenen Zahlen, sondern mit der Losnummer des Spielscheins: Es zählt, wie viele Endziffern von rechts übereinstimmen, ohne Lücke. Spiel 77 hat sieben Gewinnklassen und eine siebenstellige Gewinnzahl, SUPER 6 sechs Gewinnklassen und eine sechsstellige. Anders als bei den Gewinnzahlen sind die Gewinnsummen feste Beträge und keine Quoten.
| Gewinnklasse | Übereinstimmung | genau diese Klasse |
|---|---|---|
| Klasse 1 | alle 7 Ziffern | 1 zu 10.000.000 |
| Klasse 2 | die letzten 6 Ziffern | 1 zu 1.111.111 |
| Klasse 3 | die letzten 5 Ziffern | 1 zu 111.111 |
| Klasse 4 | die letzten 4 Ziffern | 1 zu 11.111 |
| Klasse 5 | die letzten 3 Ziffern | 1 zu 1.111 |
| Klasse 6 | die letzten 2 Ziffern | 1 zu 111,11 |
| Klasse 7 | die letzte Ziffer | 1 zu 11,11 |
| Gewinnklasse | Übereinstimmung | genau diese Klasse |
|---|---|---|
| Klasse 1 | alle 6 Ziffern | 1 zu 1.000.000 |
| Klasse 2 | die letzten 5 Ziffern | 1 zu 111.111 |
| Klasse 3 | die letzten 4 Ziffern | 1 zu 11.111 |
| Klasse 4 | die letzten 3 Ziffern | 1 zu 1.111 |
| Klasse 5 | die letzten 2 Ziffern | 1 zu 111,11 |
| Klasse 6 | die letzte Ziffer | 1 zu 11,11 |
Gerechnet mit zehn gleichwahrscheinlichen Ziffern je Stelle. „Genau diese Gewinnklasse“ heißt: Die genannten Endziffern stimmen überein und die nächste weicht ab. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist 9 geteilt durch 10 hoch (n+1), bei voller Übereinstimmung 1 geteilt durch 10 hoch n. Die Veranstalter nennen üblicherweise den Wert für „mindestens diese Endziffern“, also 1 zu 10 hoch n: bei Spiel 77 1 zu 10.000.000 für alle sieben Ziffern, bei SUPER 6 1 zu 1.000.000 für alle sechs.
Die Gewinnsummen beider Zusatzlotterien stehen fest und hängen nicht vom Spieleinsatz ab: Bei SUPER 6 reichen sie von 2,50 € in Klasse 6 bis 100.000 € in Klasse 1, bei Spiel 77 von 5 € in Klasse 7 bis 77.777 € in Klasse 2. Nur die höchste Gewinnklasse bei Spiel 77 ist ein Jackpot und wächst, solange niemand alle sieben Endziffern trifft. Bleibt sie zwölf Ziehungen in Folge unbesetzt, wird der angesammelte Betrag in der dreizehnten an die nächste besetzte Gewinnklasse ausgezahlt — dann steht in Klasse 2 nicht der feste Satz, sondern eine Millionensumme. Gewinnzahlen, Gewinne je Klasse und Quoten beider Zusatzlotterien stehen bei jeder Ziehung, etwa bei der Ziehung vom 19.08.2026 .
Ab welchem Alter ist die Teilnahme erlaubt?
Ab 18 Jahren. Minderjährigen ist die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen nach § 4 Absatz 3 des Glücksspielstaatsvertrags nicht gestattet; Annahmestellen und Online-Angebote sind zur Alterskontrolle verpflichtet. Glücksspiel kann süchtig machen. Beratung gibt es kostenfrei und anonym bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800 1 372 700.
Wie lange kann ein Gewinn geltend gemacht werden?
Nach den Teilnahmebedingungen der Lotteriegesellschaften erlöschen Gewinnansprüche üblicherweise, wenn sie nicht bis zum Ende des dritten auf das Jahr der Ziehung folgenden Kalenderjahres geltend gemacht werden. Diese Frist steht nicht in unserem Datenbestand; verbindlich ist allein der Wortlaut der Teilnahmebedingungen der Gesellschaft, bei der der Spielauftrag abgegeben wurde. Dort steht auch, welche Nachweise für die Auszahlung nötig sind.
Woher stammen die Angaben auf dieser Seite?
Aus drei getrennten Quellen. Alle Wahrscheinlichkeiten auf dieser Seite werden bei jedem Bau aus den Klassenbedingungen unseres Datenbestands neu berechnet, exakt und ohne Rundung im Rechenweg. Zahl der Gewinnklassen, Zahlenraum und erfasster Zeitraum stammen aus dem Ziehungsarchiv. Ziehungszeiten, Annahmeschluss, Ziehungsort, Altersgrenze und Anspruchsfrist sind dagegen keine Archivwerte — sie geben die Regelwerke wieder, und verbindlich sind dort die Teilnahmebedingungen und die gesetzlichen Vorschriften.
Grundlage der Archivangaben sind 693 Ziehungen von LOTTO 6aus49 vom 01.01.2020 bis zum 19.08.2026. Wie dieser Bestand entsteht und geprüft wird, steht unter Woher unsere Zahlen kommen. Alle Angaben ohne Gewähr; verbindlich sind allein die Bekanntmachungen und Teilnahmebedingungen der Lotteriegesellschaften.