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Spielregeln des Eurojackpot

Datenstand des Archivs:

Wie der Eurojackpot aufgebaut ist, wann gezogen wird, welche Gewinnklassen es gibt und wie wahrscheinlich jede einzelne von ihnen ist — mit dem Rechenweg, damit jede Zahl auf dieser Seite nachprüfbar bleibt.

Wie funktioniert Eurojackpot?

Aus 50 Zahlen werden fünf Gewinnzahlen gezogen, dazu zwei Eurozahlen von 1 bis 12 aus einem zweiten, getrennten Bereich. Weil beide Bereiche unabhängig voneinander gezogen werden, kann dieselbe Zahl gleichzeitig Gewinnzahl und Eurozahl sein. Gezogen wird dienstags und freitags in Helsinki. Es gibt zwölf Gewinnklassen; die höchste verlangt fünf Richtige und beide Eurozahlen.

Die beiden Zahlenbereiche sind vollständig getrennt: Aus dem ersten stammen die fünf Gewinnzahlen, aus dem zweiten die beiden Eurozahlen. Eine Zahl kann deshalb in derselben Ziehung sowohl Gewinnzahl als auch Eurozahl sein, ohne dass daraus eine doppelte Wertung entsteht.

Der Spielauftrag entscheidet nur über die angekreuzten Zahlen. Welche Gewinnklasse erreicht ist, steht unmittelbar mit der Ziehung fest; was sie wert ist, erst mit den Gewinnquoten. Jede Ziehung ist von allen vorherigen unabhängig — dass eine Zahl lange nicht gezogen wurde, verändert ihre Wahrscheinlichkeit in der nächsten Ziehung nicht.

An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit wird gezogen?

Der Eurojackpot wird dienstags und freitags gezogen, an beiden Ziehungstagen um 20:00 Uhr. Ziehungszeit und Annahmeschluss je Tag stehen in der Tabelle unter dieser Antwort. Der zweite Ziehungstag kam später hinzu: In unserem Archiv ist die Ziehung vom 29.03.2022 die erste an einem Dienstag, alle früheren fielen auf einen Freitag. Verschiebt eine Programmänderung die Ziehungszeit, gilt die Angabe des Veranstalters.

Ziehungstage, Ziehungszeiten und Annahmeschluss
Ziehungstag Ziehung Annahmeschluss Ziehungsort
Dienstag 20:00 Uhr 19:00 Uhr Helsinki
Freitag 20:00 Uhr 19:00 Uhr Helsinki

Uhrzeiten und Annahmeschluss sind Regelwerte und stammen nicht aus dem Ziehungsarchiv. Der Annahmeschluss weicht je nach Landeslotteriegesellschaft und Annahmestelle ab; die Ziehungszeit kann sich bei Programmänderungen verschieben.

Wann ist Annahmeschluss?

Vor der Ziehung, an beiden Ziehungstagen in der Regel um 19:00 Uhr. Eine bundesweit einheitliche Minute gibt es nicht: Die sechzehn Landeslotteriegesellschaften und die einzelnen Annahmestellen können früher schließen, im Laden und online auch unterschiedlich. Maßgeblich ist immer die Angabe der Stelle, bei der ein Spielauftrag abgegeben wird.

Was sind die Eurozahlen?

Die Eurozahlen sind zwei angekreuzte Zahlen von 1 bis 12, die aus einem zweiten, getrennten Zahlenbereich gezogen werden. Wie viele von ihnen stimmen, entscheidet zusammen mit der Zahl der richtigen Gewinnzahlen über die Gewinnklasse. Der Bereich wurde von zehn auf zwölf Zahlen erweitert; damit sind 66 Eurozahlen-Paare möglich statt 45. In unserem Archiv fällt in der Ziehung vom 29.03.2022 erstmals eine Eurozahl über 10.

Wie wahrscheinlich ist ein Gewinn in den einzelnen Gewinnklassen?

Die Wahrscheinlichkeit jeder Gewinnklasse ergibt sich aus reiner Kombinatorik und steht in der Tabelle unter dieser Antwort. Beim Eurojackpot gibt es 139.838.160 gleichwahrscheinliche Ergebnisse einer Ziehung. Die höchste Gewinnklasse trifft genau eines davon; für jede weitere Klasse wird gezählt, wie viele der 139.838.160 Ergebnisse ihre Bedingung erfüllen. Ein Gewinn in irgendeiner Gewinnklasse hat die Wahrscheinlichkeit 1 zu 31,83.

Eurojackpot: Gewinnklassen und Wahrscheinlichkeit
Gewinnklasse Bedingung günstige Fälle Wahrscheinlichkeit
Klasse 1 5 + 2 EZ 1 1 zu 139.838.160
Klasse 2 5 + 1 EZ 20 1 zu 6.991.908
Klasse 3 5 Richtige 45 1 zu 3.107.515
Klasse 4 4 + 2 EZ 225 1 zu 621.503
Klasse 5 4 + 1 EZ 4.500 1 zu 31.075
Klasse 6 3 + 2 EZ 9.900 1 zu 14.125
Klasse 7 4 Richtige 10.125 1 zu 13.811
Klasse 8 2 + 2 EZ 141.900 1 zu 985,47
Klasse 9 3 + 1 EZ 198.000 1 zu 706,25
Klasse 10 3 Richtige 445.500 1 zu 313,89
Klasse 11 1 + 2 EZ 744.975 1 zu 187,71
Klasse 12 2 + 1 EZ 2.838.000 1 zu 49,27
alle Klassen mindestens die niedrigste Gewinnklasse 4.393.191 1 zu 31,83

Rechenweg: C(50,5) × C(12,2) = 139.838.160 gleichwahrscheinliche Ergebnisse (2.118.760 Fünferkombinationen mal 66 Eurozahlen-Paare). Günstige Fälle je Gewinnklasse: C(5, r) × C(45, 5 − r) × C(2, e) × C(10, 2 − e). Die Bedingungen stammen aus dem Ziehungsarchiv, die Werte werden bei jedem Bau exakt neu berechnet. Der Quotient ist unter eintausend auf zwei Stellen, darüber auf ganze Zahlen gerundet; die Zahl der günstigen Fälle daneben ist exakt.

Die Verteilung ist stark einseitig: Beim Eurojackpot entfallen 91,7 % aller Gewinnfälle auf Gewinnklasse 12, Gewinnklasse 11 und Gewinnklasse 10. Das sind zugleich die Gewinnklassen mit den kleinsten Quoten — je mehr Gewinner eine Klasse hat, desto kleiner ist der Betrag, der auf jeden einzelnen entfällt.

Warum ist eine hohe Gewinnklasse nicht immer die unwahrscheinlichere?

Weil die Gewinnklassen nach der Höhe der Quote geordnet sind und nicht nach der Wahrscheinlichkeit. Die Ordnung nach der Quote lässt sich am Archiv nachzählen: Bei 5.810 geprüften Klassenübergängen aus 576 Ziehungen hat keine Gewinnklasse mehr ausgezahlt als eine Klasse mit kleinerer Nummer.

Für die Praxis heißt das: Zwei Gewinnklassen lassen sich nicht an ihrer Nummer vergleichen, sondern nur an ihrer Bedingung. Wer wissen will, wie eine einzelne Quote im Verhältnis zu ihrer eigenen Gewinnklasse steht, findet die Einordnung auf der jeweiligen Ziehungsseite, etwa bei der Ziehung vom 21.08.2026 .

Wie entsteht eine Gewinnquote?

Erst nach der Auswertung aller Spielaufträge. Für jede Gewinnklasse ist ein Anteil an der Ausschüttung vorgesehen; dieser Anteil wird durch die Zahl der Gewinner in dieser Klasse geteilt. Deshalb steht keine Quote vorher fest, und dieselbe Trefferzahl ist von Ziehung zu Ziehung unterschiedlich viel wert. Bleibt eine Gewinnklasse unbesetzt, wird ihr Anteil in der folgenden Ziehung erneut ausgespielt. Veröffentlicht werden die Quoten in der Regel am ersten Werktag nach der Ziehung.

Ein unbesetzter Anteil verschwindet also nicht, er wandert. Wie oft eine Gewinnklasse in Folge unbesetzt blieb und wie hoch eine Quote im Vergleich zu allen anderen Ziehungen ihrer Klasse lag, steht auf jeder Ziehungsseite.

Ab welchem Alter ist die Teilnahme erlaubt?

Ab 18 Jahren. Minderjährigen ist die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen nach § 4 Absatz 3 des Glücksspielstaatsvertrags nicht gestattet; Annahmestellen und Online-Angebote sind zur Alterskontrolle verpflichtet. Glücksspiel kann süchtig machen. Beratung gibt es kostenfrei und anonym bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800 1 372 700.

Wie lange kann ein Gewinn geltend gemacht werden?

Nach den Teilnahmebedingungen der Lotteriegesellschaften erlöschen Gewinnansprüche üblicherweise, wenn sie nicht bis zum Ende des dritten auf das Jahr der Ziehung folgenden Kalenderjahres geltend gemacht werden. Diese Frist steht nicht in unserem Datenbestand; verbindlich ist allein der Wortlaut der Teilnahmebedingungen der Gesellschaft, bei der der Spielauftrag abgegeben wurde. Dort steht auch, welche Nachweise für die Auszahlung nötig sind.

Woher stammen die Angaben auf dieser Seite?

Aus drei getrennten Quellen. Alle Wahrscheinlichkeiten auf dieser Seite werden bei jedem Bau aus den Klassenbedingungen unseres Datenbestands neu berechnet, exakt und ohne Rundung im Rechenweg. Zahl der Gewinnklassen, Zahlenraum und erfasster Zeitraum stammen aus dem Ziehungsarchiv. Ziehungszeiten, Annahmeschluss, Ziehungsort, Altersgrenze und Anspruchsfrist sind dagegen keine Archivwerte — sie geben die Regelwerke wieder, und verbindlich sind dort die Teilnahmebedingungen und die gesetzlichen Vorschriften.

Grundlage der Archivangaben sind 576 Ziehungen des Eurojackpot vom 03.01.2020 bis zum 21.08.2026. Wie dieser Bestand entsteht und geprüft wird, steht unter Woher unsere Zahlen kommen. Alle Angaben ohne Gewähr; verbindlich sind allein die Bekanntmachungen und Teilnahmebedingungen der Lotteriegesellschaften.