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Eurojackpot-Gewinner: 706 Millionengewinne seit 2012

Eurojackpot-Know-how Eurojackpot 3 Min. Lesezeit

Seit 2012 zählt der Bestand 706 Millionengewinne beim Eurojackpot. Wie sich die Eurojackpot-Gewinner über die Jahre verteilen, wie selten die höchste Klasse besetzt ist und was die Zahlen über kommende Ziehungen sagen.

Seit der ersten Ziehung im Jahr 2012 zählt lottozahlen.de 706 Millionengewinne beim Eurojackpot — jeden Einzelgewinn von einer Million Euro oder mehr. Verteilt sind sie auf 980 Ziehungen, Stand 18. August 2026. Die Zahl der Eurojackpot-Gewinner schwankt dabei von Jahr zu Jahr stärker, als es die gleichbleibenden Regeln vermuten lassen.

Wie viele Eurojackpot-Gewinner die Millionengrenze erreichen

Jahr

Millionengewinne

2020

64

2021

38

2022

69

2023

57

2024

120

2025

63

2026 (laufend)

49

Der Ausschlag nach oben im Jahr 2024 mit 120 Millionengewinnen und der nach unten 2021 mit 38 haben keinen gemeinsamen Grund. Gezählt wird jeder Einzelgewinn, nicht jede Ziehung mit einem solchen Gewinn: Teilen sich in einer einzigen Ziehung mehrere Spielaufträge eine hohe Gewinnklasse, entstehen daraus mehrere Millionengewinne auf einmal. Bleibt die Klasse dagegen über Wochen unbesetzt, taucht in der Statistik nichts auf.

Die höchste Klasse ist meistens leer

In der Ziehung vom Dienstag, dem 18. August 2026, blieb die Gewinnklasse 1 unbesetzt. Gezogen wurden die Zahlen 15, 22, 24, 34 und 42, die Eurozahlen waren die 4 und die 7. Besetzt waren die Klassen darunter: drei Gewinne zu je 427.312,10 Euro in Klasse 2 und zwei zu je 381.476,20 Euro in Klasse 3. Alle zwölf Klassen stehen auf der Ziehungsseite vom 18.08.2026.

Das ist der Regelfall. Eine Ziehung des Eurojackpot hat 139.838.160 gleichwahrscheinliche Ergebnisse — exakt so viele wie eine Ziehung von LOTTO 6aus49, obwohl beide Spiele völlig unterschiedlich aufgebaut sind. Genau eines dieser Ergebnisse trifft die höchste Klasse.

Gewinnklasse

Bedingung

Wahrscheinlichkeit

Klasse 1

5 + 2 Eurozahlen

1 zu 139.838.160

Klasse 2

5 + 1 Eurozahl

1 zu 6.991.908

Klasse 3

5 Richtige

1 zu 3.107.515

Klasse 4

4 + 2 Eurozahlen

1 zu 621.503

Klasse 12

2 + 1 Eurozahl

1 zu 49,27

alle Klassen

mindestens die niedrigste

1 zu 31,83

Auf die drei untersten Gewinnklassen entfallen 91,7 Prozent aller Gewinnfälle. Das sind zugleich die Klassen mit den kleinsten Quoten. Die vollständige Tabelle und die Rechenwege stehen in den Spielregeln zum Eurojackpot.

Was sich 2022 geändert hat

Am 29. März 2022 wurde der Eurojackpot in zwei Punkten umgestellt. Seither wird an zwei Abenden je Woche gezogen, dienstags und freitags jeweils um 20 Uhr in Helsinki; zuvor gab es nur die Freitagsziehung. Und der Bereich der Eurozahlen wurde von zehn auf zwölf erweitert. Statt 45 möglicher Eurozahlen-Paare gibt es seither 66.

Für die Statistik hat das Folgen, die man kennen muss, bevor man Häufigkeiten vergleicht: Die Eurozahlen 11 und 12 kamen erst 2022 hinzu und liegen mit 65 und 83 Ziehungen deutlich unter allen anderen. Ihre Häufigkeit lässt sich mit der der übrigen Eurozahlen nicht vergleichen. Am häufigsten fiel bisher die Eurozahl 5 mit 210 Ziehungen; unter den Eurozahlen 1 bis 10 ist die 10 mit 147 Ziehungen die seltenste.

Bei den fünf Gewinnzahlen aus 50 sieht es gleichmäßiger aus: Am häufigsten fiel die 20 mit 115 Ziehungen, am seltensten die 48 mit 78. Rechnerisch zu erwarten wären rund 98 Ziehungen je Zahl. Der Abstand zwischen der häufigsten und der seltensten Zahl beträgt 37 Ziehungen.

Wo die großen Gewinne in Deutschland fielen

Die Bundesland-Auswertung auf lottozahlen.de führt die Gewinnklassen 1 und 2 von Eurojackpot und LOTTO 6aus49 zusammen, weil die Veranstalter in ihren Meldungen nicht durchgängig trennen. Seit 2024 sind das 556 große Gewinne über zusammen 1.941,8 Millionen Euro.

Die beiden höchsten Einzelgewinne dieser Reihe liegen bei je 120 Millionen Euro: am 9. Mai 2025 in Baden-Württemberg und am 24. Juni 2025 in Berlin. Beträge dieser Höhe kann nur der Eurojackpot erreichen. Berlin steht deshalb mit 29 großen Gewinnen und einer Summe von 185,6 Millionen Euro vor Ländern, die mehr Einzelgewinne verzeichnen — ein einzelner Treffer in der höchsten Klasse verschiebt solche Summen erheblich.

Was die Häufigkeiten nicht leisten

Alle genannten Angaben beschreiben zurückliegende Ziehungen. Dass die 20 bisher 115-mal fiel und die 48 nur 78-mal, ändert an der nächsten Ziehung nichts: Für jede der 50 Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit in jeder Ziehung dieselbe, und jede Ziehung ist von allen vorherigen unabhängig. Abstände dieser Größenordnung stellen sich über 980 Ziehungen von selbst ein — sie sind kein Muster, aus dem sich etwas ableiten ließe.

Dasselbe gilt für unbesetzte Klassen: Eine Gewinnklasse, die lange niemand getroffen hat, wird dadurch nicht wahrscheinlicher. Die laufenden Häufigkeiten aller Zahlen und Eurozahlen stehen in der Statistik zum Eurojackpot, die Quotenverläufe unter Eurojackpot-Quoten.

Stefanie RiedelRedaktion

Binge-Watcherin (Netflix durchgeguckt), Schreib- und Lese-Nerd, Redaktionsmaskottchen

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